Donnerstag, 16. Februar 2006
14.2.2006: Eroeffnung der Vollversammlung
Bereits bei der Ankunft auf dem Universitaetsgelaende von Porto Alegre, dem Ort der Vollsammlung des Oekumenischen Rates, fuehlt man sich an einen Kirchentag erinnert - allerdings mit internationalem Charakter.
Mehr als 3800 Menschen haben sich hier versammelt. Menschen unterschiedlicher Kulturen, Sprachen und Altersgruppen sind nach Porto Alegre gereist, um gemeinsam zu beten, zu beraten und zu feiern.
Man freut sich ueber unerwartete Begegnungen, denn neben Kollegen aus den eigenem Arbeitsfeld, treffe ich den Generalsekretaer des Suedafrikanischen Christenrats Molefe Tsele, Bischof Kameeta aus Namibia und viele Vertreter aus unseren Partnerkirchen aus Uebersee.
In der Eroeffnungsveranstaltung tanzen brasilianische Jugendliche Szenen aus der Schoepfungsgeschichte und stellen die Situation und die Probleme Brasiliens dar. Die heissen Rhythmen bewirken, dass nicht nur Afrikaner und Suedamerikaner, sondern selbst wir Deutsche von der Musik angesteckt werden.
Der Moderator und der Generalsekretaer des Oekumenischen Rates betonen in Ihrer Begruessung, dass das Thema der Vollversammlung 'God in your grace, transform the world' weniger als Motto sondern als Gebet zu verstehen ist.

Der gemeinsame Eroeffnungsgottesdienst vereint die grosse oekumenische Gemeinschaft im Gebet und mitreissenden suedamerikansichen Liedern. In den 'Rufen nach Verwandlung', vorgetragen von Vertretern aus verschiedenen Kontinenten, werden die bestehenden Ungerechtigkeiten in dieser Welt benannt: Armut, Krankheit, Gewalt, Unterdrueckung, Krieg.
Es ist ein Besinnen auf die vorhandenen Probleme in unseren Laendern und die noch zu bewaeltigenden Aufgaben. Gemeinsam bitten wir Gott um seine Gnade und sind alle gespannt, welchen Verlauf diese Vollversammlung nehmen wird.

Helga Rau

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...zu verkuendigen das Gnadenjahr Gottes...16.2.06
Der gestrige Tag war gepraegt durch die Morgenandacht im Zelt und die Bibelgespraeche zu Lukas 4. In der Bibelgespraechsgruppe war ich zusammen mit einem Katholiken, einem Lutheraner, einem Anglikaner und Frauen aus unierten Kirchen. Wir kamen aus Brasilien, England, Israel/Palaestina und Deutschland. Ein zentrale Frage im Gespraech war, wie wir lernen koennen, die Wirklichkeit aus der Perspektive Gottes zu sehen.
Plenumssitzungen, Workshops und Staende auf dem "Markt", viele Begegnungen mit Bekannten aus verschiedenen Laendern und das Kennenlernen vieler neuer Personen erfuellen unsere Tage hier im doppelten Sinn.
Der Moderator des Zentralausschusses, Aram I, betonte in seinem Bericht die Themen: Kirche Sein in und fúer die Welt, christliche Identitaet in pluralistischen Gesellschaften und die Zukunft der oekumenischen Bewegung, in der Gemeinschaftsbildung - Christus im Anderen erkennen- und Einsatz zur Ueberwindung von Armut und Gewalt zentral seien. Der Generalsekretaer des OERK, Sam Kobia, sprach in seinem Bericht unter dem Titel "Das Leben feiern" ueber die Bedeutung oekumenischer Spiritualitaet und die Beteiligung junger Menschen an der Oekumene.
Heute beginnen die oekumenischen Gespraeche, in denen die Delegierten Schwerpunkththemen bearbeiten. Ich werde im Gespraech zu Armut und Reichtum einen Input machen und bin sehr gespannt auf die Diskussion.
Ulrike Schmidt-Hesse

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Dienstag, 14. Februar 2006
Montag, 13.2.2006 - Ankunft in Brasilien.
Nachtflug aus dem kalten Deutschland, schwuel-warme Morgenluft empfaengt uns in Rio.

Auf dem Inlandsflug nach Porto Alegre Wiedersehen mit anderen Delegierten und Beobachtern der Vollversammlung des OERK. Bei allen Vorfreude und gespannte Erwartung auf die Konferenz.

Die Stadt Porto Alegre dann eine typische brasilianische Grossstadt mit ihren Gegensaetzen: Moderne Geschaefte, gepflegte Hotels, Geschaeftsleute im Anzug - aber auch Menschen in zerlumpten Klamotten, Kinder in Plastiksandalen, Bettler, Elendsviertel.

Dies der erste Eindruck von diesem Land voller Reichtum und Hoffnung, voller Armut und Verzweiflung, voller Gegensaetze.

Und mitten drin die 728 Delegierten, die 3000 Teilnehmer der Vollversammlung. - In deiner Gnade, Gott, verwandle unsere Welt! - Das Thema der Vollversammlung. Wie wahr! Das wuensche ich diesem faszinierenden Land!

Und ich bin gespannt, wie sich dieses Thema im Kontext Brasiliens entwickelt, gespannt auf den morgigen Tag mit der Eroeffnung der Vollversammlung.

Walter Schneider

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Donnerstag, 9. Februar 2006
23-jährige Physikstudentin aus Hessen-Nassau beim größten Kirchentreffen der Welt
„Die Zukunft der ökumenischen Bewegung hängt in großem Maße von der Führungskompetenz dieser jungen Menschen ab.“ Damit hat der Generalsekretär des Ökumenischen Rates der Kirchen (ÖRK) Samuel Kobia das große Kontingent von Jugenddelegierten – das sind Unter-30-Jährige mit vollem Stimmrecht - begründet, die vom 14. bis 23. Februar 2006 an der 9. Vollversammlung des ÖRK im brasilianischen Porto Alegre teilnehmen.

Eine davon ist Ruth Laengner aus Neuhäusel bei Selters. Sie gehört der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau an.
Die 23-jährige Physikstudentin wurde als Delegierte von der EKD aufgrund ihres ehrenamtlichen Engagement in der Tanzania-Partnerschaft ihrer Gemeinde und in der Vereinten Evangelischen Mission (VEM) benannt.
mehr über Ruth Laengner

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